Transferübersicht Teil 1
Die Transferzeit hat heuer einiges zu bieten. Während einige Teams ganz ruhig agieren, landete der WAC einen Top-Transfer, regiert beim GAK das Chaos und Pasching lässt wieder aufhorchen. rlmitte.at nimmt die Teams der oberen Tabellenhälfte unter die Lupe.

Auf Qualität statt Quantität setzt der Herbstmeister der Regionalliga Mitte. Wie Trainer Hans-Peter Buchleitner bereits letzte Woche gegenüber rlmitte.at bestätigte, suchte man bei den Kärntnern eine eine Verstärkung für die Offensive. Das ist auch wahrlich gelungen, denn mit Marco Reich konnte ein echter Sensationstransfer getätigt werden. Der ehemalige deutsche Meister und Nationalspieler wird wohl der Liga-Top-Transfer der Übertrittszeit bleiben. Beim WAC soll sich nach der Verpflichtung des gewünschten Offensivkünstlers nichts mehr wesentliches verändern.

Ja da soll sich noch jemand auskennen. Nach der Hiobsbotschaft, dass Pasching heuer nicht aufsteigen darf wurde gar der Rückzug aus der Regionalliga verkündet und es stand ein Zerfall der Mannschaft im Raum. Im ersten Moment konnte man dieser Meldung auch glauben schenken, da mit Nenad Grozdic der Spielmacher postwendend den Klub verließ. Mario Illibauer wurde als zweiter Abgang verzeichnet doch plötzlich wendet sich das Blatt wieder. Nichts hört man mehr von Abgängen (abgesehen davon, dass Edi Glieder nun als Trainer das zweite Team übernimmt, allerdings bei Bedarf noch zur Verfügung steht) und mit Marcel Ketelaer, Alexander Schriebl, Marc Sand und Dennis Mimm stehen vier neue Profis ante portas. Auch wenn der Klub bisher offiziell nichts bestätigt, so gelten besagte Spieler praktisch als fixe Neuzugänge. So wird prompt aus einem Ab- wieder ein Aufrüsten. Wozu? Das bleibt wohl vorerst noch ein nicht durchschaubares Paschinger Geheimnis ...

Chaotisch gestaltet sich verständlicherweise die Transferzeit beim GAK. Durch die massiven finanziellen Probleme hat der Zerfall der Mannschaft bereits begonnen. Andreas Bernhart (möglicherweise Gratkorn), Hannes Toth (Voitsberg), Michael Tieber (SV Kapfenberg), Daniel Schütz (Altach), Christoph Krasser (SV Allerheiligen) und Sascha Mauerhofer (SC Weiz) haben den Klub bereits verlassen. Als trauriger Höhepunkt ist dem GAK auch Trainer Gregor Pötscher abhanden gekommen. Neu im Kader der Grazer sind mit Simon Kramberger und Matej Snofl zwei Slowenen vom SV Hollenegg. Snofl spielte sieben Mal im slowenischen Nationalteam. Zusätzlich wurden mit Michael Berger, Christoph Gschiel, Stefan Nutz, Alexander Rother vier Spieler der Amateure in den Kampfmannschaftskader befördert. Weitere Transfermeldungen aus der Steiermark sind wohl nur eine Frage der Zeit.

Gelassen ist heuer der FC Blau Weiß Linz am Wintertransfermarkt. Einzig den absehbaren Abgang von Christoph Rudlstorfer (St. Magdalena) gab es bisher zu vermelden und nach aktuellen Angaben soll dies auch so bleiben.
Präsident Hermann Schellmann: "In dieser Übertrittszeit sind von uns aus keine Aktivitäten geplant. Wir sind der Meinung das wir eine gestandene Mannschaft haben und wie man in den letzten Runde sehen konnte, hat sich diese mittlerweile auch gefunden. Außerdem sind Transfers im Winter meistens aus der Not heraus und bringen wohl nur mehr Unruhe ins Team als sie wirklich helfen."

Ganz ruhig lässt es die Überraschungsmannschaft der Hinrunde angehen. Von vielen wurde St. Florian ja im Vorfeld als Abstiegskandidat abgestempelt, doch nun überwintert die junge Truppe auf dem 5. Tabellenplatz. Daher vertraut man bei den Sängerknaben auch für die Frühjahrsmeisterschaft auf dasselbe Team.
Trainer Willi Wahlmüller: "Bei uns hat sich transfertechnisch im Winter bisher nichts getan und es sind auch keine Aktivitäten geplant. Wenn sich nicht noch einer der aktuellen Spieler verändern will - wovon aber nicht auszugehen ist - werden wir mit der gleichen Mannschaft in die Rückrunde gehen."

In St. Stefan gab es bisher nur einen Transfer zu vermelden. Der Vertrag von Günther Scheucher ist im Winter abgelaufen und er verlässt den Klub. Der Abwehrspieler wird mit St. Veit in Verbindung gebracht. Im restlichen Kader des starken Aufsteigers hat sich sonst nichts getan und nennenswerte Veränderungen sind auch nicht geplant. Obmann Johann Tiefenbacher: "Wir sind mit der bisherigen Saison sehr zufrieden und es besteht kein Handlungsbedarf. Der Abgang von Günther Scheucher tut zwar weh, aber ist verständlich. Wir sind jetzt noch auf der Suche nach jungen Spielern, werden aber nur wenn es passt jemanden verpflichten."

Bereits drei Neuzugänge konnte der FC Weiz verbuchen. Mit David Gräfischer (FC St. Veit), Hannes Plieschnegger (AKA Austria Kärnten) und Sascha Mauerhofer (GAK) verpflichteten die Steirer Spieler für alle Mannschaftsteile. Abgeschlossen sind die Transfertätigkeiten allerdings noch nicht, es könnte noch zu weiteren Kaderveränderungen kommen.
Sektionsleiter Philipp Hofer: "Bei uns läuft zur Zeit das Probetraining und da könnte es sein, dass wir noch einen Spieler verpflichten. Fixiert ist aber im Moment noch nichts."

Die Steirer konnten bisher den Eigenbauspieler Martin Petkov zurück nach Donawitz holen. Der 21jährige Verteidiger spielte zuletzt ein halbes Jahr in Parndorf und kehrte nun in seine Heimat zurück. Zusätzlich steht bei Leoben noch ein Stürmer auf dem Wunschzettel, allerdings nicht um jeden Preis. Trainer und Sportdirektor Richard Niederbacher: "Wenn wirklich alles passt, dann hätten wir gerne noch einen Stürmer. Das ist aber nicht so einfach und wir probieren es sicher nicht mit aller Gewalt. Ansonsten werden wir sehen was noch passiert, aber ich bin mit dem Kader zufrieden und wir brauchen nicht viel ändern."

