Transferübersicht Teil 2
Im zweiten Teil der Transferübersicht beleuchtet rlmitte.at die Teams der unteren Tabellenhälfte, wo teilweise ganze Mannschaften durcheinander gemischt wurden.

Nachdem Rückkehrer Martin Petkov schon länger als Neuzugang beim DSV Leoben feststand, konnten die Steirer mit Alwin Sadean einen weiteren Spieler zurück nach Donawitz holen. Allerdings muss man beim DSV neben dem einen oder anderen Ergänzungsspieler auch die Abgänge von zwei Stammkräften verdauen. Sowohl Thomas Friess als auch Drazan Sekic wechseln in die erste Liga zum TSV Hartberg.

Mit Spielmacher Igor Perkovic und Verteidiger Boris Sambolec (beide zu Oberligist Ragnitz) verließen Allerheiligen zwei absolute Stammspieler, zudem steht Andreas Huter nicht mehr zur Verfügung und Joachim Trost wurde an Kalsdorf verliehen - kein Wunder, dass die Südsteirer am Transfermarkt aktiv wurden. Christoph Krasser (vom GAK) soll das Loch in der Defensive schließen, mit Daniel Hofer (aus Kapfenberg) kommt zudem ein bundesligaerprobter Mann für das Mittelfeld. Stephan Bürgler, der sich in Kärnten nicht durchsetzen konnte, wird Unterstützung (oder Konkurrenz?) für Torjäger Daniel Brauneis. Der zweikampfstarke Defensivspieler Benjamin Posch wurde von Fürstenfeld verpflichtet und der vom Slowenen Sambolec verwaisten Legionärs-Platz nimmt Rechtsverteidiger Andrej Prejac ein - er war im Herbst noch Stammspieler beim slowenischen Erstligisten Drava Ptuj!

Im ruhigeren Teil von Graz verlief die Transferzeit ebenso. Mit Ersatztorhüter Patrick Laibacher (Pachern) verließ nur ein Spieler den Klub, der allerdings in der Hinrunde zu keinem Einsatz kam. Zugänge gibt es keine, doch das könnte sich noch ändern. Von den Amateuren des Lokalrivalen GAK trainieren zur Zeit David Schnaderbeck und Dominik Rauchenberger bei Sturm mit. Noch ist nichts unterschrieben, aber die beiden Spieler könnten noch wechseln.

Abrüsten - das war die Devise von Flavia Solva, nachdem Präsident Karl Schleich seinen Rücktritt bekannt gab. Die fünf Abgänge sehen aber auf den ersten Blick schlimmer aus, als sie sind - denn mit Offensiv-Mann Ewald Hutter (er geht in die steirische Landesliga zu Gleinstätten) ist nur ein echter Stammspieler darunter. Mittelfeldspieler Nikolas Missethan und Defensiv-Spezialist Phillip Dunkl waren schon im Herbst nur Joker, Ersatztorwart Daniel Ruprecht spielte zuletzt im August und Patrick Brückler gar nicht. Was also heißt: Die erste Formation von Flavia hat nicht allzu viel an Substanz verloren - aber die Kaderdichte wurde merklich dünner. Wehe, wenn es Verletzte gibt!

In Wels hat sich eigentlich im Umfeld viel mehr getan als auf der Kaderliste. Denn während mit Martin Feichtinger (Union Gurten) nur ein Spieler den Klub wechselte und das eine oder andere Talent aus der zweiten Mannschaft hochgezogen wurde, taten sich in Oberösterreich ganz andere Baustellen auf. Norbert Ellmerer folgte Karl-Georg Holter als Obmann nach und nach dem doch sehr plötzlichen Abgang von Coach Harry Gschnaidtner schwingt nun Gerhard Stöffelbauer das Trainerzepter.

"Mission erfüllt" in Voitsberg. Die Vorgabe war die Mannschaft zu halten und nur mit einem guten Stürmer zu verstärken. So gab es bei den Steirern auch keine Abgänge zu vermelden und mit Hannes Toth wurde der gewünschte Stürmer verpflichtet. Der Angreifer kam vom GAK und soll nun mithelfen, die Voitsberger aus den unteren Tabellenregionen zu schießen.

Mit Albin Kesselbacher konnten die Kärntner nur einen Neuzugang präsentieren. Der Mittelfeldspieler ist aber nur auf dem Papier die einzige Verstärkung für den SAK, denn man sollte auch Kapitän Christian Kraiger nicht vergessen. Der Langzeitverletzte steht wieder zur Verfügung so haben die Klagenfurter im Vergleich zur Hinrunde zwei zusätzliche Spieler zur Verfügung. Abgänge gab es keine zu verzeichnen und so geht der SAK mit einer stabilen Mannschaft in die zweite Saisonhäfte.

Mögliche Liga-Abgänge von weiter vorne platzierten Teams vor Augen sieht St. Veit plötzlich wieder eine realistische Chance auf den Klassenerhalt. Und weil man nichts dem Zufall überlasse will, wurde groß eingekauft! Vorne sollen Sebastian Hertelt (zurück vom WAC) und Wandervogel Diego Seoane für die Tore sorgen, für neue Stabilität in der Defensive sicherte man sich die Dienste von Ex-Profi Carlos Chaile (mit dem auch Spittal geliebäugelt hatte) und Günther Scheucher von St. Stefan. Defensiv-Mann Josef Hudelist (früher WAC) unternimmt ebenso noch einen Versuch in der Regionalliga wie Altmeister Adi Preschern zwischen den Pfosten. Zudem wurde mit Roman Adunka (von den Kärnten Amateuren) ein Talent für die linke Außenbahn geholt und Admir Hadzisulejmanovic kam von Sittersdorf. Jetzt muss die Mannschaft nur noch eine solche werden...

Kaum noch Hoffnung - und kaum noch eine Mannschaft? Nach zwölf Niederlagen am Stück verließen das Schlusslicht aus Bad Aussee auch noch mehr als eine handvoll Spieler (Kapitän Milan Rasinger, Drazen Savic, Benjamin Kramer, Caner Öncel, Ivan Gavran, Igor Krizanovic, Mitko Dimitrov und Mujo Ramakic) - angesichts des ohnehin schon kleinen Kaders fast alles Stammkräfte. Und ein Blick auf die Neuzugänge macht einem nicht so richtig viel Hoffnung: Der slowakische Innenverteidiger Branislav Bajza hat immerhin Erstliga-Erfahrung in seiner Heimat. Der Kameruner Ivan Boyokino kam indes aus der fünften italienischen Liga, und die anderen Neuen Adis Zahirovic, Franz Promberger, Alexander Eisl und Oliver Mayerosch kommen allesamt von Vereine, die von der Regionalliga ein schönes Stück entfernt sind. Ja, Adis Zahirovic kommt gar aus der letzten Spielklasse Oberösterreichs...
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